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Die Strelitzie – wie eine exotische Blume aus Südafrika ihren königlic

++ Strelitzie Neustrelitz: Die Blume mit königlicher Geschichte ++

Die Strelitzie – wie eine exotische Blume aus Südafrika ihren königlichen Namen aus Mecklenburg bekam

Was haben eine farbenprächtige Blume aus Südafrika, eine englische Königin und die kleine Residenzstadt Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam?

Mehr, als man zunächst vermuten würde. Denn hinter der Strelitzie, auch Paradiesvogelblume genannt, verbirgt sich eine außergewöhnliche Geschichte, die über Kontinente hinwegführt – von Südafrika nach England und schließlich zurück in die Mecklenburgische Seenplatte.

Es ist eine Geschichte von königlichen Familien, botanischer Begeisterung, einer besonderen Heimatverbundenheit und einer Blume, die heute zu den Wahrzeichen von Neustrelitz gehört.

Und das vielleicht Schönste daran: Alles beginnt mit einer Prinzessin, die 1744 im beschaulichen Mirow geboren wurde.

Eine Blume, die aussieht wie ein exotischer Vogel

Wer schon einmal eine blühende Strelitzie gesehen hat, vergisst ihren Anblick so schnell nicht.

Leuchtend orangefarbene und tiefblaue Blütenblätter ragen aus einem länglichen, kahnförmigen Hochblatt hervor. Zusammen bilden sie eine ungewöhnliche Form, die an den Kopf eines exotischen Vogels erinnert.

Daher trägt die Pflanze auch ihren deutschen Namen Paradiesvogelblume.

Die bekannteste Art ist die Strelitzia reginae. Sie stammt ursprünglich aus Südafrika und gehört zur Familie der Strelitziengewächse.

In ihrer natürlichen Heimat wächst sie unter anderem in subtropischen Küstenlandschaften, an Flussufern und Waldrändern. In unseren Breiten ist die wärmeliebende Pflanze dagegen nicht winterhart und benötigt während der kalten Jahreszeit einen geschützten Standort.

Doch ihre auffällige Erscheinung ist nur die eine Hälfte ihrer Geschichte. Die andere führt direkt nach Mecklenburg.

Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz – von Mirow auf den britischen Königsthron

Am 19. Mai 1744 wurde Sophie Charlotte als Prinzessin aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz in Mirow geboren.

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in der damaligen herzoglichen Residenz auf der Schlossinsel Mirow.

Niemand hätte damals wohl vermutet, dass diese junge Prinzessin einmal Königin von Großbritannien werden würde. Mehr lesen...

Doch genau das geschah.

Im Jahr 1761 heiratete die erst 17-jährige Sophie Charlotte den britischen König Georg III. und wurde Königin von Großbritannien und Irland.

Aus der mecklenburgischen Prinzessin wurde Queen Charlotte, eine der bedeutenden Persönlichkeiten des britischen Königshauses ihrer Zeit.

Die Ehe dauerte fast sechs Jahrzehnte. Gemeinsam hatten Charlotte und Georg III. fünfzehn Kinder.

Trotz ihres Lebens am britischen Hof blieb Charlotte ihrer mecklenburgischen Heimat verbunden.

Und genau diese Verbindung sollte einer exotischen Blume ihren Namen geben.

Von Südafrika nach England – die Entdeckung der Paradiesvogelblume

Im 18. Jahrhundert begeisterten sich europäische Herrscherhäuser zunehmend für seltene Pflanzen aus fernen Ländern.

Botanische Gärten wurden zu Orten wissenschaftlicher Forschung, aber auch zu repräsentativen Sammlungen außergewöhnlicher Gewächse.

Eine wichtige Rolle spielten dabei die königlichen Gärten von Kew bei London, die heutigen Royal Botanic Gardens.

1773 gelangte die aus Südafrika stammende Paradiesvogelblume durch den schottischen Pflanzensammler Francis Masson nach Großbritannien.

Der Botaniker Sir Joseph Banks, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der damaligen britischen Pflanzenforschung, gab ihr den Namen Strelitzia.

Damit ehrte er Königin Charlotte und ihre Herkunft aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz.

Der vollständige botanische Name Strelitzia reginae enthält gleich zwei königliche Hinweise:

Strelitzia erinnert an Mecklenburg-Strelitz, die Heimat der Königin.

Reginae bedeutet auf Lateinisch „der Königin“.

So erhielt eine südafrikanische Pflanze einen Namen, der bis heute an eine mecklenburgische Prinzessin erinnert.

Eine Königin mit einer besonderen Leidenschaft für Pflanzen

Dass ausgerechnet eine Blume nach Charlotte benannt wurde, war kein Zufall.

Die Königin interessierte sich sehr für Botanik und Naturwissenschaften.

Während ihres Lebens in England beschäftigte sie sich intensiv mit Pflanzen, unterstützte botanische Interessen am Hof und pflegte Kontakte zu Wissenschaftlern und Künstlern.

Zu ihrem Umfeld gehörte auch der Botaniker Joseph Banks.

Charlotte erhielt zudem Unterricht bei Franz Bauer, einem bedeutenden botanischen Illustrator der Royal Botanic Gardens in Kew. Sie beschäftigte sich mit der zeichnerischen Darstellung und systematischen Erfassung von Pflanzen.

Die Benennung der Strelitzie war deshalb nicht nur eine Erinnerung an ihre Herkunft, sondern auch eine Würdigung ihres persönlichen Interesses an der Pflanzenwelt.

Eine schöne Vorstellung: Eine Prinzessin aus dem kleinen Mirow wird zur Königin von Großbritannien – und ihre Begeisterung für Pflanzen verbindet ihren Namen dauerhaft mit einer der auffälligsten Blüten der Welt.

Ein königliches Geschenk für die Heimat – die Strelitzie kommt nach Neustrelitz

Die Geschichte der Strelitzie wäre schon bemerkenswert genug, wenn sie hier enden würde.

Doch sie nahm eine weitere interessante Wendung.

Im Jahr 1818 schenkte Königin Charlotte ihrer herzoglichen Familie in Mecklenburg-Strelitz eine Strelitzienpflanze.

Damit kehrte die Verbindung zwischen der exotischen Blume und dem mecklenburgischen Fürstenhaus gewissermaßen an ihren Ursprung zurück.

Die Pflanze fand ihren Platz in der fürstlichen Orangerie am Schlossgarten von Neustrelitz.

Vier Jahre später, 1822, blühte sie dort erstmals.

Nach den historischen Angaben der Stadt Neustrelitz war dies die erste Strelitzienblüte in Deutschland.

Man kann sich vorstellen, wie außergewöhnlich der Anblick dieser orange-blauen Blüte damals gewesen sein muss. Exotische Pflanzen waren selten, aufwendig zu kultivieren und keineswegs so selbstverständlich erhältlich wie heute.

Die Strelitzie war damit nicht nur eine botanische Besonderheit, sondern auch ein lebendiges Zeichen der Verbindung zwischen dem britischen Königshaus und Mecklenburg-Strelitz.

Königin Charlotte selbst erlebte diese Blüte allerdings nicht mehr. Sie starb im November 1818, wenige Jahre bevor ihre geschenkte Pflanze in Neustrelitz zum ersten Mal blühte.

Warum die Strelitzie heute die Stadtblume von Neustrelitz ist

Mehr als 170 Jahre nach der ersten Blüte erhielt die Strelitzie eine besondere offizielle Bedeutung.

Seit 1995 ist die Strelitzie die Stadtblume von Neustrelitz.

Sie erinnert an die Geschichte der Residenzstadt, an das ehemalige Herzogtum Mecklenburg-Strelitz und an die engen Beziehungen des Fürstenhauses zum britischen Königshaus.

Wer heute durch Neustrelitz spaziert, kann die Strelitzie auch als Kunstwerk entdecken.

Im Jahr 2008 entstand eine große Edelstahlskulptur des Künstlers René Winter. Die stilisierte Blume steht auf einer Weltkugel und befindet sich an einem Kreisverkehr in der Nähe des Schlossgartens.

Das Kunstwerk greift die besondere Geschichte der Pflanze auf: eine Blume aus Südafrika, benannt nach einer Königin aus Mecklenburg, die schließlich zu einem Wahrzeichen der Stadt wurde.

Zum 200. Jubiläum der ersten Strelitzienblüte im Jahr 2022 erinnerte Neustrelitz mit einer Ausstellung und weiteren Aktionen an diese außergewöhnliche Verbindung.

Auf den Spuren der Strelitzie – ein Ausflug nach Neustrelitz

Wer in der Mecklenburgischen Seenplatte Urlaub macht, kann die Geschichte der Strelitzie mit einem Besuch der Residenzstadt Neustrelitz verbinden.

Besonders interessant sind dabei der Schlossgarten, die historische Orangerie und die Strelitzienskulptur.

1. Der Schlossgarten und die Orangerie

Der Schlossgarten von Neustrelitz gehört zu den schönsten historischen Gartenanlagen der Region.

Zwischen alten Bäumen, Skulpturen und weitläufigen Wegen lässt sich die Geschichte der ehemaligen Residenzstadt entdecken.

Die klassizistische Orangerie erinnert an die Zeit, als exotische Pflanzen in den herzoglichen Gärten kultiviert wurden.

Hier blühte 1822 die Strelitzie, die Königin Charlotte ihrer Familie geschenkt hatte.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch den Schlossgarten und betrachten Sie die historischen Gebäude in Ruhe. Die Orangerie ist ein historisches Bauwerk; eine Innenbesichtigung ist nicht jederzeit möglich.

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2. Die Strelitzienskulptur – eine Blume auf der Weltkugel

Nicht weit vom Schlossgarten entfernt erinnert eine auffällige Edelstahlskulptur an die königliche Blume.

Die Strelitzie steht auf einer Weltkugel und symbolisiert damit auch ihre außergewöhnliche Reise zwischen den Kontinenten.

Ein schönes Fotomotiv und ein ungewöhnliches Stück Stadtgeschichte.

3. Der Marktplatz und die historische Residenzstadt Neustrelitz

Neustrelitz besitzt einen markanten quadratischen Marktplatz, von dem acht Straßen sternförmig ausgehen.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt lassen sich weitere historische Gebäude entdecken.

Auch der Stadthafen am Zierker See ist einen Besuch wert.

So lässt sich die Geschichte der Strelitzie wunderbar mit einem entspannten Tagesausflug verbinden.

4. Mit Kindern unterwegs? Strelitzius zeigt Neustrelitz

Auch für Familien gibt es eine schöne Möglichkeit, Neustrelitz auf spielerische Weise kennenzulernen.

Das Stadtmaskottchen Strelitzius, dessen Name natürlich von der Strelitzie abgeleitet ist, begleitet Kinder bei einer Stadtrallye durch die Residenzstadt.

Die Rallye führt unter anderem zum Marktplatz, durch den Schlossgarten und zum Stadthafen.

An verschiedenen Stationen beantworten die Kinder zwölf Fragen. Die richtigen Antworten ergeben am Ende ein Lösungswort.

Mit diesem können sich die kleinen Entdecker in der Touristinformation eine Überraschung abholen.

Die Stadtrallye eignet sich laut Stadtinformation für Kinder ab sechs Jahren. Das Rätselheft ist in der Tourist- und Nationalparkinformation erhältlich.

Unser Tipp: Eine schöne Möglichkeit, einen Stadtbesuch mit Bewegung, Rätseln und ein wenig Geschichte zu verbinden. Mehr erfahren...

Zurück zum Ursprung: Die königliche Verbindung nach Mirow

Wer die Geschichte der Strelitzie wirklich verstehen möchte, sollte nicht nur Neustrelitz besuchen, sondern auch Mirow.

Denn hier wurde Sophie Charlotte geboren – die Frau, deren Name bis heute in der botanischen Bezeichnung Strelitzia reginae weiterlebt.

Auf der Schlossinsel Mirow können Besucher das historische Schloss, das 3 Königinnen Palais und die Johanniterkirche entdecken.

Die Ausstellung im 3 Königinnen Palais erzählt unter anderem die Geschichte jener mecklenburgischen Prinzessinnen, die zu europäischen Königinnen wurden.

Damit schließt sich der Kreis: von der Kindheit einer Prinzessin in Mirow über die königlichen Gärten in England bis zur ersten deutschen Strelitzienblüte in Neustrelitz.

Unser Ausflugstipp: Verbinden Sie einen Besuch der Schlossinsel Mirow mit einem Ausflug nach Neustrelitz. Beide Orte erzählen unterschiedliche Kapitel derselben außergewöhnlichen Geschichte.

Fünf erstaunliche Fakten über die Strelitzie

1. Die Strelitzie stammt nicht aus Mecklenburg.
Ihre ursprüngliche Heimat liegt im südlichen Afrika.

2. Ihr Name erinnert an eine Königin aus Mirow.
Die Pflanze wurde zu Ehren von Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz benannt, die später Königin von Großbritannien wurde.

3. Ihre Blüte sieht aus wie ein Vogelkopf.
Deshalb wird sie auch Paradiesvogelblume genannt.

4. Die erste Strelitzie Deutschlands blühte 1822 in Neustrelitz.
Die Pflanze war ein Geschenk Königin Charlottes an ihre mecklenburgische Familie.

5. Seit 1995 ist sie die Stadtblume von Neustrelitz.
Eine große Edelstahlskulptur erinnert bis heute an ihre besondere Geschichte.

Kann man eine Strelitzie auch zu Hause halten?

Die Paradiesvogelblume ist heute eine beliebte Zierpflanze. Sie benötigt viel Licht, ausreichend Wärme und einen geeigneten Standort. Im Sommer kann sie unter passenden Bedingungen auch im Freien stehen.

Da die Pflanze nicht winterhart ist, muss sie in Deutschland während der kalten Jahreszeit frostfrei untergebracht werden. Wer eine Strelitzie zu Hause pflegt, braucht allerdings etwas Geduld. Bis sie ihre charakteristischen Blüten zeigt, können mehrere Jahre vergehen. Dafür belohnt sie ihre Besitzer mit einer der außergewöhnlichsten Blütenformen der Pflanzenwelt.

Und vielleicht denkt man beim nächsten Blick auf eine blühende Strelitzie nicht nur an tropische Landschaften, sondern auch an eine kleine Stadt Neustrelitz und Mirow in Mecklenburg Vorpommern.

Mecklenburgische Geschichte entdecken – Urlaub mit AllerleiMeer

Die Geschichte der Strelitzie zeigt, wie viele überraschende Geschichten sich hinter den Orten der Mecklenburgischen Seenplatte verbergen.

Wer hätte gedacht, dass eine Blume aus Südafrika ihren Namen einer Prinzessin aus Mirow verdankt und später ausgerechnet in Neustrelitz erstmals in Deutschland blühte?

Solche Geschichten machen unsere Region besonders. Hinter historischen Gebäuden, alten Schlossgärten und kleinen Residenzstädten verbergen sich Verbindungen, die weit über Mecklenburg hinausreichen.

Wenn Sie die Heimat von Königin Charlotte selbst entdecken möchten, ist Mirow ein wunderbarer Ausgangspunkt.

Bei AllerleiMeer finden Sie Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Mirow und der Mecklenburgischen Kleinseenplatte – ideal, um die Schlossinsel Mirow, Neustrelitz und viele weitere Ausflugsziele in Ruhe kennenzulernen.

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